Weihnachten in der Queensbude

Mike. Und. Ich. Feiern. Weihnachten. In. Der. Queensbude.

In anderen Gegenden Deutschlands geht man ja eher spät aus, so auch in Dresden. Ich war vom ganzen Rotwein zum Festtagsgelage schon ganz müde, als wir endlich kurz vor 1Uhr die mäßig gefüllte Tanzfläche der Showboxx enterten. Pech für uns: Die Party hat nix von dem gehalten, was sie vom Flyer (siehe unten) versprach. Anstatt ordentlich Bumms aufs Ohr gabs vom bemerkenswert unattraktiv gewordenen Gunjah und dem sonst eigentlich fähigen Lexy nur belanglos-ermüdendes Geschrummel. Wenn sich mal eine gerade Bassdrum ins Set aus vermutlich rückwärts gespielten finnischen Whitelabels verirrte, war die Freude groß. Meine Zeit ist mir inzwischen eigentlich zu schade für affigen pseudo-coolen Krempel. Das Haus hätte rocken sollen und das tat es nicht. Und tschüß!

Ansatzdeprimiert trachteten wir nach dem Gnadenschuß und fuhren ins Queens, Dresdens Uralt-Homokaschemme. Mit offenen Mündern und blutenden Ohren verfolgten wir die musikalische Reise des DJs, der von Sunshine-Live-Dance über Pur bis zu allen selbstmordgefährdenden DDR-Popsongs nix Strafbares ausließ. Inmitten dieses audiovisuellen Infernos setzte sich der unattraktivste und ungewaschenste Gast auf den freien Stuhl neben mir und bot mir ein Gespräch an. Ich ging noch mal Bier holen. Als DJ FrankymausDD (sic!) kurze Zeit später die Frauenstimme eines mir zum Glück unbekannten Schlagers verträumt ins Mikrofon hauchte, war der Ofen aus, wir fuhren heim. Hier machste was mit…

Alles dreht sich.