Flashback

Ich habe ja die kompletten zwölf Jahre meiner Schulzeit im gleichen Gebäude verbracht, geändert hat sich nur der Name (diverse Male, von der polytechnischen Oberschule mit Namenspatron aus dem Ostblock bis zu geschichtlich relevanteren Schulnamen nach der Wende). Letztes Wochenende sind wir im Rahmen des ersten Klassentreffens nach dem Abitur zum ersten Mal durch den Rohbau der neuen internationalen Schule, die gerade aus dem kläglichen Fundament geklöppelt wird, geführt worden. Hübsch wird das werden, inklusive Fußballfeld auf(!) der Turnhalle, wohingegen wir vor Jahren unsere blutjungen Knochen noch auf einem mit Steinen übersäten Aschehügel hinhalten mussten.

Die herrschende Klasse der Heterosexuellen hat sich seitdem mächtig ins Zeug gelegt und bei 48 für das Treffen gemeldeten Ex-SchulkameradInnen 19 Kinder fabriziert, zudem ist noch ein knappes Dutzend unterwegs. Ein guter Schnitt, finde ich. Beim abschließenden Event mit Buffet und Ramazotti habe ich die meiste Zeit damit verbracht, jedem auf unterschiedliche Weise beizubringen, dass ich zur Geburtenrate eher wenig beitragen werde. Entgegen hartnäckigen Gerüchten sieht man es mir tatsächlich nicht zwingend an, so dass durchaus amüsante Gespräche entstanden.

Zapfenstreich war schon um drei Uhr, was nicht an mir lag, ich hab dann das Licht ausgemacht. So mit Familie ist das Lotterleben halt vorbei…


(Mit Person links bin ich seit 25 Jahren befreundet)

Leipzig ist übrigens auch sehr apart, vor allem im Sonnenschein. Beim Stehtresentest Freitagnacht in der G-Garage (6 von 10) tatsächlich einen Ronny kennengelernt. So geht’s in Ostdeutschland.

3 thoughts on “Flashback”

  1. Ich kann doch nicht einfach Personen hier abbilden. Deswegen versteckt (zufällig hinter Bierglas).

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