Category Archives: Liebes Tagebuch

Was vom Wochenende übrig blieb

Samstag Gloria-Sitzung. Ich muss noch das Fotomaterial sichten, aber möchte mal vorführen, womit ich mir Fussballen und Waden ruiniert habe (nach dem Schminken natürlich ohne Socken).

Am Sonntag dann mittags (Ich hasse 2. Liga) ins Stadion geturnt und dem 1:0-Sieg beigewohnt. Legen wir mal den Mantel des Schweigens über das Wie, Hauptsache die Serie steht. Der Messias hatte Herrn Helmes nicht im Kader, er konnte sich von der Tribüne diverse Banner ansehen:

  • Patrick Helmes Bomber der Liga? Charakterschwein! Verpiss dich und komm nie wieder!
  • Herz? Ehrlichkeit? Loyalität? Moral? Ehre? Söldner! Verpiss dich!!!
  • Helmes & Berater – Persona non grata
  • F*uck Off Helmes!
  • Patrick Helmes – Nie wieder für den 1. FC Köln
  • Gegen Dummheit gibt es kein Aspirin – Schade Patrick

Gym Diary: Endlich Reich & Schön

So schnell kanns gehen!

Gestern mit den bei der Cover Me-Party gewonnenen wonnepropigen Lesben aus der Voreifel abgeschwatzten Drei-Monats-Gutscheinen zum ersten Mal ins Holmes Place gegangen. Entgegen der von allerhand Seiten geschürten Erwartungen war es gar nicht so dramatisch, weder was die Gäste angeht, noch das Personal. Im Gegenteil, lief eigentlich alles entspannt und freundlich ab. Natürlich kennt man jeden dritten Typen aus der Szene, selbstverständlich gibt es ein paar aufgepumpte Muscle-Queens im Freihantelbereich und man kann flott mal das ein oder andere Dutzend Euros für allerlei Krempel da lassen. Aber zwingt einen ja keiner. Da ich zum ersten Mal auf so nem Crosstrainer gesessen habe (laufe sonst immer ‘meine Runden’), spüre ich heute schon erste Resultate:

Sehen Sie das auch?

Wieso es in diesem Studio nur Duschkabinen gibt, hab ich nicht verstanden, ich bin in Gyms Gruppenduschen gewohnt, hat ja auch jede Menge Vorteile. Aber jedem das seine. Demnächst mal in einem Kurs blamieren?

All together now!

(Fotos)

Dress for less

Gehe grad so beim eBay Karnevalskrempel einkaufen.. Kostüme (Hmmm.. Lycra!), High Heels/Pumps (tragisch in Größe 43, entweder Fetischabsätze ab 15 oder Dickefrauenabsätze unter 3cm), Perücken (viel WM-Nippes) und merke: Soviel Spass macht das jetzt aber nicht. Weil ständig Leute ihre Auktionen ohne Bilder einstellen und dann auch noch irreführend betexten.

Besipiel gefällig? Gerne.

Schöne Fasching Perücke
(achten Sie auf das Bild)

Und so klickt man sich Stund’ um Stund’ um den Verstand…

Dienstagsclubbing

Gestern dem Heimattresen wieder untreu geworden und in die erst seit Dezember laufende homosexuelle Dienstagsveranstaltung “CHICOS” getingelt. Das findet bei mir ums Eck (alles ist bei mir ums Eck) statt, im “Edelpink”, das früher mal “Zur wilden Muschi” hieß. Für die winzige Location haben die Macher das schöne Wort Microclubbing gewählt. Deren Werbung ist sehr hübsch gestaltet und gestern war rein zufällig “Soxx Night”, d.h. Bartender mit nix an außer Socken – und die nicht an den Füßen.

Die Musik war sehr angenehm, so die Househits vom letzten halben Jahr, die man noch gerne hört, dazu auffallend freundliches (Bar-)Personal und volle Hütte. Am Anfang waren die Jungs hinterm Tresen noch fully dressed, aber nach einer kleinen Feuershow zu späterer Stunde standen dann wirklich zwei mit Socken an da rum. Mich natürlich sofort verliebt (Bartender eben).

Dabei ist alles!

In Köln geht wieder was.. Kann ich mich sehr gut dran gewöhnen!

Woanders am Tresen

Freitag kurzfristig den aberwitzigen Plan entwickelt, den Abend nicht am Stehtresen zu verbringen, sondern zur Abwechslung was ganz verrücktes zu unternehmen. Heimlich, still und leise überquerten wir den Rhein. Wir fuhren eine Stunde lang durch dunkle, nicht sonderlich einladend wirkende Landschaften. Wir fuhren nach Bochum.

In der dort seit gefühlten 80 Jahren ansässigen Diskothek “Stargate” stieg die 70er/80er-Party, eine Veranstaltung, die dereinst als bestbesuchter Tag in eben diesem Tanzlokal galt. Ein lustiger Abend, befanden am Tag darauf alle, wobei die Musik dann doch stellenweise etwas ins Homoklischee abflachte (“At first I was afraid…”). Der Darkroom befindet sich in einem kalten, extra angebauten Gemäuer, das irgendwie alle “Garage” nannten. Einige schwule Autonarren wollten mich zu einer gründlichen Durchsicht überreden, ich konnte gerade rechtzeitig abbiegen.

Nach einem traurigen Blues zu “Thank you for the music”, offensichtlich der Rausschmeißer, kehrte uns das Putzpersonal vor die Türe und in eine Kaschemme namens “Intershop”, an die ich mich nur schemenhaft erinnern kann. Zurück am heimatlichen Stehtresen ging auch im Ecklokal das Putzlicht an.

Als ich am nächsten Tag die Augen aufschlug, wars schon wieder dunkel. Das muss Gutes bedeuten, darum bekommt Bochum 7 von 12 Punkten.