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Zweisamkeit im schwulen Alltag – Ein Bild geht um die Welt

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Dieses Bild stammt von 2006 und wurde von mir bei flickr unter offener CC-Lizenz platziert. Einige Jahre später passierte nichts, bis ich zufällig darauf stieß, dass es in der deutschen Wikipedia als Bebilderung des Artikels “schwul” mit der schönen Bildbeschreibung “Zweisamkeit im schwulen Alltag” verwendet wurde. Zusätzlich noch beim Artikel “Homosexualität“.

Endlich berühmt!*

Derzeit ist es außerdem hier zu finden:

  • Wikipedia in Afrikaans (hauptsächlich Südafrika) im Artikel “Homoseksualiteit
  • Wikipedia in Arabisch als einziges Personen abbildendes Motiv im Artikel “Homosexuelle“, wobei ich die Bildunterschrift leider nicht übersetzen konnte. Hoffen wir das Beste.
  • Wikipedia in Englisch für “Boyfriend” mit dem Bildtitel “A man (gemeint bin wohl ich) with his boyfriend”
  • Wikipedia auf Persisch (Ein Gruß an die Leser aus Iran, Afghanistan, Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan, Bahrain, Irak!) im Artikel über Homosexualität. Leider übersetzt Google nur die Bildunterschrift (harmlos) und nicht den Artikel.
  • Wikipedia auf Französisch für die Artikel “homosexuell” und “Homosexualität
  • Wikipedia auf Malaiisch (für die Leser in Malaysia, Brunei, Singapur, Indonesien, Süd-Thailand, Süd-Philippinen) im Artikel “Boyfriend” – scheinbar wird unser Bild hier als Mann-Frau-Motiv benutzt (schönen Dank auch!)
  • Wikipedia in Nahuatl (wir lernen: “Mit heute ca. 1,5 Mio. Sprechern (Nahua) ist sie die meistgesprochene indigene Sprache Nord- und Mittelamerikas und zählt zum Südlichen Zweig der uto-aztekischen Sprachfamilie.”) in einer begriffsklärenden Gabel-Seite, von der aus es scheinbar zu sehr kurzen Artikel über “lesbisch” und “schwul” abgeht.
  • Wikipedia in Usbekisch bei “schwul“, wobei ich mir angesichts der weiteren Bildwahl nicht sicher bin, wie nett das da gemeint ist.

Zusätzlich wird unser Bild verwendet für das Wiktionary auf Griechisch beim Begriff “Gey” und Türkisch beim Begriff “Homosexuell” und “Homosexualität“. Außerdem in den deutschen Dialekt-Wikis Alemannisch für “Schwul” und “Homosexualität“, sowie auf Niedersächsisch für “Homoseksualiteit“.

 

*Mein “Mitgammler” weiß Bescheid. Der Fotograf natürlich auch.

Schöner Beerdigen

Standbild aus J'ai tué ma mère

Im Music Blog vom Guardian war kürzlich eine Liste der häufigst gewünschten Musikstücke bei Beerdigungen – unterteilt nach Altersklassen. Kann man hier nachlesen.

Endlich mal ein Beitrag im Internetz, wo es sich lohnt, die Kommentare zu lesen. Der Brite an sich hat a) eine Vorliebe für Sigur Ros und b) für mittelschwarzen Humor (“Firestarter”?). Sehr gelungen. Deswegen habe ich die Titel aus dem eigentlichen Blogbeitrag und aus den Kommentaren, insofern bei Spotify enthalten (ergo nix AC/DC, Beatles und Radiohead) mal in eine Playlist ebenda gepackt. Plus drei Stücke, die ich dufte finde (ich meine… dufte fände).

Möge es den Menschen helfen, inspiriert zu sterben. Oder so.

Der Screenshot oben ist aus “J’ai tué ma mère”.

Mercedes Benz Fashion Week Instagram goes mainstream

Fashion Week - instagrammed.

Nachdem letzte Season in Berlin eine Social Media Angestellte extra fürs facebooken, twittern, pinteresten und instagrammen abgestellt war, geht New York mit den Herbstschauen so richtig steil. Der offizielle Instagram-Account der Fashion Week läuft quasi über vor Bildern. Sehr schön.

Damit kann ich mein seit A/W 2011 laufendes Instagram-Fotoprojekt auf Tumblr (und logischerweise Instragram) zur Berliner Fashion Week ja quasi einstellen…

Interessant ist dabei der Ansatz, mithilfe der Google Glasses Datenbrillentechnologie neue visuelle Eindrücke vom Runway zu vermitteln. So geschehen in New York bei Diane von Fürstenbergs Show. Leider wird der entsprechende Kurzfilm noch etwas auf sich warten lassen. Ein paar Bilder gibbet aber hier schon vorab.

Eine kleine Geschichte des Kulturpessimismus

Manfred Spitzer, der mit seinem hier nicht namentlich erwähnten Werk über die Verblödung der Menschheit durch das Internetz derzeit alle verrückt macht, steht nicht nur in der Tradition von Labertaschen wie Henryk M. Broder (unvergessen: “Das Internet macht doof” im Tagesspiegel am 09.01.2007), sondern reiht sich ein in eine Jahrtausende alte Tradition: Alles Neue ist des Teufels (oder wen oder was man eben zu jener oder welcher Zeit zu fürchten pflegte).

Der Zündfunk hat das jetzt mal hübsch von Platon bis Spitzer (diese beiden Namen im Zusammenhang machen Manni sicher froh, wenn er sich heimlich selbst googled) aufgedröselt:

Immer dieses neue Zeug

Sehr unterhaltsam.