Category Archives: Am Tresen

Stiftung Tresentest Spezial

Die 10-Kneipen-Tour zur Samstagnacht:

  1. Wohngemeinschaft: Der Ãœber-Hype, gut voll, kaum Chance auf Plätze in einem der “Zimmer”. Publikum bunt durchmischt von Hipster bis Vollproll. Mühlenkölsch vom Fass! 6/10
  2. Sixpack: Zu früh da gewesen, noch leer. Live-DJs,sonst gutes Publikum mit versprengten Homos. Früh-Kölsch ausse Flasche. 8/10
  3. Hallmackenreuther: Drinnen leer, draußen voll.. das Ambiente machts. Publikum typisch Belgisches Viertel. 7/10
  4. Grünfeld: Zu faul zum Kickern, obwohl einer frei war. Ausgesuchte Zeitschriften für Alleinetrinker oder Kommunikationsgestörte (11Freunde etc.) 7/10
  5. Palm’s Pief: Nix loss, macht aber nix. Wegen Irmi-Bonus 8/10
  6. Alex: Eine beeindruckende Sammlung an Karnevalsorden, immer gute Musik (ich geh da jeden Tag zig mal dran vorbei), zur Wodka-Maschine umfunktionierte Jägermeistermaschine (Modell “Jutta”)!  Wegen der umoperierten Jutta 7/10
  7. Mumu: Warm! 7/10
  8. Max-Bar: Sehr lustig (kann auch am Pegel gelegen haben), gut gefüllt, altes Schön-Personal = 7/10
  9. Marsil: Auf dem Weg dahin haben sich doch nicht etwa zwei Typen einen geblasen? Nicht mal bis zu den üblichen Ecken schafft man es heute mehr, da geht’s direkt vorm Stromkasten mit Blick zur Straße zur Sache. Tragisch. Im Marsil wars gut gefüllt, wie üblich hip und toll. 8/10
  10. Corner: Alle Wege führen beim Dieter. Bier schrecklich, schrecklich voll, aber kommunikativ wie eh und je. 6/10

Prost!

Hamburg, deine Perle

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Nach der Schwulensauna noch flott an den Stehtresen gelehnt, um Auf Wiedersehen und Dankeschön zu sagen. Wir hoffen, Herr F. findet in Hamburg sein Glück – und eine Wohnung, die groß genug ist, um uns auf Sommerbesuch zu beherbergen. Und wehe, das T-Shirt geht verloren!

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Szene in der Heimat

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Nach der obskurren Indieparty am Freitag in einem als U-Boot dekorierten Miniclub und einem anschließenden, obligatorischen, Besuch der dienstältesten örtlichen Homokaschemme (Queens), stand am Samstag nach Fußball und Familienallerlei der Besuch der größten schwullesbischen Party Dresdens an.

Genau genommen ist die ThinkPink trotz des Namens gar nicht so schwullesbisch, wie man das nach acht Jahren Kölner Exil eben so erwartet. Meine naive politische Fantasie galoppierte dann auch ob der dermaßen leichtfüßigen Verquickung homo- und heterosexueller Partygänger im tiefsten Osten der Republik schon auf dem Rücken des Regenbogens – bis man mich schleunigst vom rosa Einhorn riss: 

Zum Flatratesaufen (Eintritt 14 Euro, alle Drinks 1 Euro) kehrt eben auch gerne der heteronormative Pöbel ein. In Scharen. Und betrinkt sich schamlos.

Nun ist es so, dass ich schon ein oder zweimal Zeuge gleichgeschlechtlicher Verkehrsanbahnung im stark alkoholisierten Zustand war – und das ist in zwei von zwei Fällen schon höchst unerfreulich. Es wird jedoch auf der nach oben offenen Peinlichkeitsskala weit übertroffen durch strunzblaue, schaumsabbernde Kerle mit oben ohne, die wahllos Mädels angraben. Mein Favorit war ein muskelbepackter Typ, der die ganze Zeit grunzend durch den humiden Popfloor taumelte und sich unter gelegentlichen Brunft(?)schreien mit den Fäusten gegen die Brust schlug.

Ach, es war zauberhaft und zwar die ganze Zeit bis 7Uhr morgens.

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(Alternative Sichtweise zum Abend bei André)