Let me eeve you

Eeve ist das erste soziale Netzwerk seit Instagram, das mich wirklich überzeugt. Überzeugt wie in: App runterladen, registrieren, was teilen. Das Potential ist riesig: Man startet eine Art Fotogruppe an einem bestimmten Ort und alle Anwesenden können mitmachen und ebenfalls Fotos schießen und hochladen. So entstehen spontane kollektive Erinnerungsblöcke. Am besten funktioniert das natürlich bei großen Events wie Konzerten, wenn man genügend Freunde mit Eeve hat, dann auch bei privaten Events. Hier passend: Alles ist immer öffentlich. I like.

Internetz: www.geteeve.com / App: iPhone

No more friends

Schöne Sache für den Bus.

Montagsmorgens.

Bild klicken für Buchvorschau.

(via)

Beasts from the east

Skaten im Herbst in Dresden. Man weiß: Es muss nicht immer das dicke B sein, das Doppel-D kommt auch sehr gut..

(via Kraftfuttermischwerk)

We’ve come a long way

Bei der Präsentation des Nokia Lumia durfte Deadmau5 hinter den Plattenspielern rumeiern und für den Soundtrack der ziemlich bildgewaltigen Projektion auf den Millbank Tower in London sorgen. Beeindruckende Show, aber genau wie der UK-Stadiontechno von Deadmau5 vollkommen emotionslos. Definition of cool ist das jedenfalls nicht.

Abgesehen von dieser ganzen DJ-Rockstar-Attitüde, die ja ganz ursprünglich nicht unbedingt Sinn der Sache gewesen war.

Radikalisier mir!

Ich radikalisiere im Kreis!

Live long enough to find the right one!

Alle Jahre wieder zum 1.12. der unvergessene, episch gute Präventionsspot von TBWA Paris aus 2006:

Ab sofort alle Jahre wieder: Paul & Etienne aus 2011, episch gute Bewegtbild-Präventionskampagne von Check-Up Köln:

http://www.paul-und-etienne.de/index_pc.html

Nacht ohne Morgen

„Nacht ohne Morgen“ ist ein sehr trauriger Film nicht ohne Hoffnung und ein Paradestück über Melancholie. (FAZ)

Keine Frage, das ist kein leicht verdaulicher Happen, wie man ihn um diese Uhrzeit so oft serviert bekommt. Aber wer sich darauf einlässt, der wird mit einem großen Fernsehfilm belohnt. Einer, für den man seine Gebühren gerne zahlt. Im Krawallprogramm von RTL oder Sat.1 bekäme so ein Juwel keine Chance. (derwesten)

Immer schön, Dinge im öffentlich-rechtlichen Rundfunk abgesehen von Phoenix und trotz Steffen Simon zu entdecken, die die GEZ-Gebühr wert sind. Lief heute 20.15 Uhr in der ARD.

Raop!

Cro macht Rap, wie er mir gefällt, nämlich mit 300% Pop, das wird was!

+

http://soundcloud.com/juicemagazin/cro-kein-benz-produziert-von/s-6Hq92

+

Allerdings:

Fankultur

Derbywochenende, my ass!

Meanwhile…


(fcstpauli.com)


(hb98.de)


(ultras-regensburg.de)


(wh96.de)

Weihnachtsmärkte sind nix

Ich bin ja kein Fan von Weihnachtsmärkten, wobei ich die theoretische Anziehungskraft derselben durchaus nachvollziehen kann: An heimelig beleuchteten, urig hölzernen Buden wärmen sich mummelig eingepackte Menschen bei leise rieselnder Weihnachtsmusik und nicht minder leise rieselndem Schnee an süßlich duftendem, dampfendem Glühwein, während um diese Oase der Weihnacht der Stadtmoloch kalt und grau erstarrt.

Hach.

Leider drängeln sich in dieser Oase oft zu viele Menschen, betrinken sich schnell und verstopfen dann die Bahnen mit Kotze und Glühweingestank. Letzterer wird immer teurer, schmeckt dabei gleichbleibend fad (der Glühwein, nicht der Gestank). Außerdem handelt es sich bei gefühlt 80% aller Stände um Nippes-Verkauf, den man an normalen Tagen nicht mal einen mitleidigen Blick gönnt.

Dieser Budenbetreiber war übrigens aus Bergheim. Verstehe.

 

Knüppel ausm Sack

Beim Sondergipfel hatten DFB, DFL und die Innenminister beschlossen, den Strafenkatalog für Randalierer nicht zu verschärfen. “Gewalt ist nicht allein ein Problem des Fußballs”, sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball vor wenigen Wochen, die Verantwortlichen sprachen sich für Besonnenheit aus, für Dialog.

Was macht der DFB ein paar Tage später? Sperrt Dynamo für den nationalen Pokalwettbewerb nächstes Jahr. Schöner Kommentar, wenn auch nur mäßig bebildert und mit schlimmer Sub-Headline, bei n-tv.

Dabei sind die gewaltbereiten Vollspaten aus dem Umfeld von Dynamo Dresden ja nicht mal der Radaubrüder Nummer 1. Randalemeister ist bekanntermaßen die Eintracht aus Frankfurt. Und selbst im Ostvergleich hat Dynamo mit der Hansa-Kogge aus dem Norden noch einen Rivalen um den Platz an der Bengalosonne.

Bei solchen schäbigen, unverhältnismäßigen, sinnlosen und politisch motivierten Entscheidungen möchte man das Fan-Dasein komplett aufgeben.

So. Ich werde jetzt Dynamo-Mitglied.

PS: Letzten Sonntag:

So Am I.

Scott Matthew @ Kulturkirche

Es ist Konzertherbst! Diese Woche war Scott Matthew mal wieder in Köln zu Gast, passenderweise unpassend in der Kulturkirche in Nippes. Sehr schönes Gebäude, sehr wunderbare Atmosphäre für Akkustikkonzerte. Und bestuhlt, was Leuten in meinem Alter und mit meinem Rücken auch mal sehr entgegen kommt. Amen.

Vorband war leider nicht Roman Fischer, sondern die kanadische 2-Mann-Kombo Snailhouse, die pathetische Lieder pathetisch vortrug. An sich nicht die schlechteste Idee, macht der Herr Matthew ja auch – allerdings mochte der Funke bei den Schneckenhäuslern nicht so recht überspringen. Zumindest nicht in mein Herz. zum Glück schien vor allem der Frontmann davon nichts mitzubekommen, denn er freute sich ehrlich und oft über seinen Auftritt. Na dann!

Nachher also wieder Bier einholen und etwas enger gerückt auf der Bank für Scott Matthew, den australischen (ha!) Haudegen mit der unglaublichen Stimme, dem unglaublichen Bart und dem ganz großen Gefühl. Seine beiden Bandmitglieder haben ihre Sache ebenso hervorragend gemacht – mit Klavier UND Cello ist es eh um mich geschehen. Scott’s Lieder wirkten live und in dieser Atmosphäre noch bewegender als auf dem Album, bei quasi jedem Song will man sich mit Rotwein begießen und vor Weltschmerz und Liebeskummer laut schreiend auf dem Boden wälzen. Soviel Innerstes nach Außen ist bestimmt auch in der Kirche selten. Interessanterweise war Scott blendend drauf und vergass nicht zu erwähnen, dass die Kölner Auftritte in … eben… einer Kirche immer ein besonderes Highlight seiner Touren sind. Wer die Performance in Shortbus gesehen hat, ahnt, dass der Mann da auf hohem Niveau lobt. Spätestens bei der Geschichte von der 94jährigen Lady mit dem Blumenbouquet beim letzten Besuch in der schönsten aller Domstädte, die inzwischen leider tot ist, war es um alle im Schiff (Kirche halt…) geschehen. Zwei Zugaben noch, nicht enden wollender Applaus und das dringende Bedürfnis, ihn auf 2-4 Rotweinflaschen und ein paar Gitarrensongs ins eigene Wohnzimmer einladen zu wollen, dann war das schönste Konzert der Welt* schon wieder vorbei. Wie schade. Bis zum nächsten Mal!

*Natürlich nicht besser als Motoboy im Subway und Moby überall, aber auf jeden Fall Top5. For real!

James Blake @ Gloria

Das Gloria war ausverkauft, eine sehr bunt gemischte Melange aus kleinen Gayboys, die aussahen wie James Blake selbst, keinen Hetereojungs, die aussahen wie James Blake selbst nebst Freundin, Spex-Hipster, Werbefuzzis und -fuzzinen und Menschen aus der Eifel, die man optisch eher bei Helene Fischer verorten würde und von denen es trotzdem auch auf den obskursten Konzerten immer ein paar Exemplare gibt. Mittendrin diverse Mädels, die in den ruhigen Momenten des Sets schwer an sich halten konnten. Das war schade, denn gerade die Stille ist ja in James Blake’s Musikkosmos ein wichtiges Element.

Genau wie der Bass, der so wohlig hat geprickelt in mein Bauchnabel und der das Gloria an seine Grenzen brachte. Trotzdem(?) erwähnte der höfliche, sehr zurückhaltende Herr Blake, dass das die “bassiest stage” sei, auf der er je performt hat. Ich finde, die Musik, die Aura, die Persönlichkeit, das Intime an seiner Musik passt dann doch eher in einen kleineren Laden wie das Luxor (wo ich damals leider nicht dabei war). Das Grundrauschen in einer größeren Location wie dem Gloria ist zu laut, der potentielle Ärgernisfaktor über dauerquasselnde Mitbesucher zu hoch. I’m talkting to you, Blondine vorm Tresen! Apropos Tresen: 2 Euro 60 für ein Kölsch, liebes Gloria, das ist pervers!

Es war trotzdem ein schönes Konzerterlebnis, in meinen Ohren verbarg sich in den fragilen Sounds eine Prise Moderat, eine Prise Motoboy, eine Prise Panacea, eine Prise Fever Ray. Die Spielerei mit den eigenen Vocals und zeitgleich aufgenommenem Applaus und Geschrei aus dem Publikum war sehr erfrischend. Was man vom Warm Up Act nicht sagen kann, der zweifelsohne vielerei Talente hatte, deren Wirkung er jedoch durch sein clownesques Auftreten deutlich abschwächte.

Das Trio aus Schlagzeuger, Gitarrist und James selbst wirkte optisch und durch das scheue Auftreten, als würden sie sonst gerne Javascript-Frameworks basteln oder im Chemie-LK Überstunden schieben. Süß.

Zeitdokument 1989

Dieser Beitrag des SFB von 1989 (kurz vor der Wende) ist in vielerlei Hinsicht faszinierend:

Dazu fällt mir ein:

1) Was wäre damals nur gewesen, wenn wir Internetz…

2) Unglaublich, wie deckungsgleich die Mode 1989 und heute ist.

3) Karl-Eduard von Schnitzler bei elf99

4) Schöner Dirty-Dancing-Republikflucht-Schnitt gegen Ende

(via)